
Kurz gesagt
Vietnam und China lassen sich dank Direktflügen zwischen Hanoi bzw. Ho-Chi-Minh-Stadt und Peking, Shanghai, Guangzhou oder Kunming gut kombinieren. Am besten reisen Sie im Herbst (September bis November) oder im Frühling (März bis April) und meiden die großen chinesischen Feiertage. Für 14 bis 15 Tage passen etwa 7 Tage China und 8 Tage Vietnam.
China und Vietnam liegen nebeneinander, teilen eine lange Geschichte und doch fühlt sich eine Reise durch beide Länder an wie zwei völlig verschiedene Urlaube: hier Millionenstädte, Hochgeschwindigkeitszüge und Kaiserpaläste, dort Reisfelder, Bergdörfer und Altstädte, in denen das Leben auf der Straße stattfindet. Wer ohnehin eine Fernreise von zwei bis drei Wochen plant, kann beides gut verbinden. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie die Länder verbunden sind, welche Reisezeit passt und wie drei bewährte Routen aussehen.
Warum sich China und Vietnam so gut ergänzen
Rund tausend Jahre lang stand Vietnam unter chinesischem Einfluss, und diese Spuren sind bis heute sichtbar. Der Literaturtempel in Hanoi ist Konfuzius gewidmet, die Kaiserstadt von Hue wurde nach dem Vorbild der Verbotenen Stadt in Peking angelegt. Wer beide Anlagen innerhalb weniger Tage besucht, erkennt die Gemeinsamkeiten und zugleich, wie eigenständig Vietnam die Vorbilder umgesetzt hat.
Auch landschaftlich gibt es einen roten Faden. Die Karstkegel am Li-Fluss bei Guilin und Yangshuo finden ihre Fortsetzung in den Kalkfelsen von Ninh Binh und in den Inseln der Halong-Bucht. Und die Berge von Yunnan mit ihren vielen ethnischen Minderheiten setzen sich jenseits der Grenze in Sapa und Ha Giang fort. Je nach Interesse lässt sich die Reise also unter ein Thema stellen: Kaiserstädte, Karstlandschaften oder Bergvölker.
Anreise und Verbindungen
Zwischen Hanoi bzw. Ho-Chi-Minh-Stadt und mehreren chinesischen Metropolen, darunter Peking, Shanghai, Guangzhou und Kunming, gibt es Direktflüge von wenigen Stunden. Aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz bietet sich ein Gabelflug an: Hinflug nach Peking oder Shanghai, Rückflug ab Hanoi oder Ho-Chi-Minh-Stadt. So vermeiden Sie doppelte Strecken.
Für Liebhaber des Reisens über Land gibt es den Grenzübergang zwischen Hekou in Yunnan und Lao Cai in Nordvietnam, etwa eine Autostunde von Sapa entfernt. Die Einreise über Land setzt passende Papiere voraus und sollte im Einzelfall geprüft werden. Innerhalb Chinas verbinden Hochgeschwindigkeitszüge Peking, Xi’an und Shanghai in wenigen Stunden; in Vietnam reisen Sie mit privatem Fahrer und kurzen Inlandsflügen.
Beste Reisezeit für die Kombination
- März bis April: Frühling in Peking und Shanghai, in Vietnam angenehm im Norden und trocken in der Mitte und im Süden. Sehr gut geeignet.
- Mai bis Juni: In China wird es heiß, in Guilin regnet es häufiger. Vietnams Mitte mit Hue und Hoi An zeigt sich jetzt von ihrer besten Seite.
- Juli bis August: Schwülheiß und regenreich in Nordchina wie in Nordvietnam, dazu Ferienzeit in China. Eher zweite Wahl.
- September bis November: Klarer, milder Herbst in China und ideale Bedingungen in Nordvietnam. In Zentralvietnam ist Oktober bis November Regenzeit. Unsere Empfehlung für Kulturreisen.
- Dezember bis Februar: Peking und Xi’an sind kalt, aber trocken; Südvietnam ist warm. Das Mondneujahr, in Vietnam Tet genannt, fällt in den Januar oder Februar und bringt in beiden Ländern volle Züge und geschlossene Geschäfte.
Meiden Sie außerdem die chinesische „Goldene Woche“ Anfang Oktober sowie die Feiertage um den 1. Mai, wenn die bekannten Sehenswürdigkeiten besonders voll sind.
Drei Routenvorschläge
| Route | China | Vietnam | Für wen |
|---|---|---|---|
| 15 Tage „Kaiserstädte“ (7 + 8) | Peking 3 Nächte (Verbotene Stadt, Himmelstempel, Große Mauer bei Mutianyu), Xi’an 2 Nächte (Terrakotta-Armee, Stadtmauer), Shanghai 2 Nächte | Hanoi 2 Nächte, Halong-Bucht 1 Nacht an Bord, Hue 2 Nächte, Hoi An 3 Nächte | Erstbesucher mit Interesse an Geschichte |
| 14 Tage „Karst und Berge“ (6 + 8) | Guilin und Yangshuo 3 Nächte (Bootsfahrt auf dem Li-Fluss, Radtour), Yunnan 3 Nächte (Kunming sowie Dali oder Lijiang) | Sapa 3 Nächte, Ninh Binh 2 Nächte, Halong-Bucht 1 Nacht, Hanoi 2 Nächte | Naturfreunde und aktive Familien |
| 20 Tage „Große Reise“ (9 + 11) | Peking, Xi’an, Guilin, Shanghai | Von Nord nach Süd: Hanoi, Halong, Hue, Hoi An, Ho-Chi-Minh-Stadt und Mekong-Delta | Wer viel Zeit hat und beide Länder kennenlernen möchte |
Für die zweite Route ist der Norden Vietnams das Herzstück: Ideen finden Sie in unserer Sapa-Trekkingtour ab Hanoi (4 Tage) und bei unseren Kreuzfahrten in der Halong-Bucht. Die erste Route profitiert von einem ganzen Tag in der Kaiserstadt; passende Ausflüge zeigen wir unter Touren ab Hue.
Was Sie vor der Reise wissen sollten
- Einreise: Die Bestimmungen hängen von Ihrer Staatsangehörigkeit ab und ändern sich häufig. Prüfen Sie die offiziellen Angaben im chinesischen Visaportal und im E-Visa-Portal Vietnams und kontrollieren Sie diese kurz vor Abreise noch einmal. Wer nach China erneut nach Vietnam einreist, sollte darauf achten, dass Visum oder Befreiung mehrere Einreisen abdecken.
- Bezahlen und Apps: In China wird überwiegend per Smartphone-App bezahlt, und manche westliche Internetdienste sind dort nicht erreichbar. Richten Sie Apps und Offline-Karten vor der Abreise ein. In Vietnam funktionieren Karte und Bargeld problemlos.
- Tempo: Planen Sie in China höchstens zwei bis drei Standorte, denn Entfernungen und Besucherzahlen sind groß. In Vietnam, etwa in Hoi An oder Ninh Binh, dürfen die Tage ruhiger werden.
So planen wir Ihre Reise
Metta Voyage ist ein lokaler Reiseveranstalter mit Sitz in Vietnam und Lizenz für internationalen Tourismus. Wir gestalten private Rundreisen in 4- und 5-Sterne-Hotels mit eigenem Fahrer, für Paare und Familien mit Kindern ab etwa zehn Jahren, mit Blick auf Komfort und einen schonenden Umgang mit der Umwelt. In Vietnam begleitet Sie ein deutschsprachiger Reiseleiter; auch in China ist ein deutschsprachiger Reiseleiter (je nach Verfügbarkeit) an Ihrer Seite – am besten früh buchen, die Bestätigung steht im Angebot. Viele Reisen beginnen in der Hauptstadt, Anregungen dazu finden Sie unter Touren ab Hanoi.
Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für Vietnam und China?
Sinnvoll sind mindestens 14 Tage, aufgeteilt in 6 bis 7 Tage China mit zwei bis drei Standorten und 7 bis 8 Tage Vietnam. Mit 18 bis 20 Tagen kommen Guilin und Südvietnam mit dem Mekong-Delta dazu.
Sollte man mit China oder mit Vietnam beginnen?
Häufig ist es angenehmer, mit den großen chinesischen Städten zu starten und die Reise in Vietnam ausklingen zu lassen, etwa in Hoi An oder Ninh Binh. Ein Gabelflug erspart doppelte Strecken.
Kann man über Land von China nach Vietnam reisen?
Ja, zwischen Yunnan und Nordvietnam liegt der Grenzübergang Hekou–Lao Cai, rund eine Autostunde von Sapa. Die Einreise über Land erfordert passende Papiere; prüfen Sie die Regeln für Ihre Staatsangehörigkeit vor der Buchung.
Brauche ich ein Visum für China und Vietnam?
Das hängt von Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsdauer ab, und die Regeln ändern sich häufig. Informieren Sie sich auf den offiziellen Portalen beider Länder und prüfen Sie diese kurz vor der Reise erneut.
Gibt es deutschsprachige Reiseleiter?
Ja, bei unseren Privatreisen begleitet Sie sowohl in Vietnam als auch in China ein deutschsprachiger Reiseleiter (je nach Verfügbarkeit); bitte frühzeitig buchen, die Bestätigung steht in Ihrem Angebot.
Ihre Reise mit uns planen
Nennen Sie uns Reisedaten, Personenzahl und Wünsche: Wir antworten mit einer privaten Route und einem schriftlichen Angebot. Schreiben Sie uns auf WhatsApp · +84 812 247 572
Aktualisiert am 26/10/2026 · Metta Voyage · Lizenzierter internationaler Reiseveranstalter, Lizenz 01-1167/2023/CDLQGVN-GP LHQT (quanlyluhanh.vn) · Tripadvisor 4.9★
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