Eine Reisegruppe von Metta Voyage vor einem Pagodentor in Vietnam
Foto: Gäste von Metta Voyage.

Kurz gesagt

Zentralvietnam bekommt den Großteil seines Regens etwa von September bis Dezember, am stärksten meist im Oktober und November. Hue und Hoi An können Sie trotzdem besuchen: Wir wählen Hotels abseits der tiefsten Straßen am Fluss, planen einen Puffertag und Alternativen unter Dach ein und legen Boots- und Inselausflüge auf den ruhigsten Tag. Der Süden dagegen wird um diese Zeit trocken.

In den meisten Teilen Vietnams fällt der Regen im Sommer. Die zentrale Küste tickt anders: Hue, Hoi An und Da Nang bekommen ihre größten Niederschlagsmengen im Herbst und Frühwinter, also genau dann, wenn es im Norden und Süden trockener wird. Viele Reisende erfahren das erst nach der Buchung, gerade wer die Herbstferien oder die Wochen vor Weihnachten für Vietnam nutzen möchte. Die gute Nachricht: Die Region lohnt sich auch in dieser Zeit sehr, vorausgesetzt, die Reiseroute ist darauf ausgelegt.

Was Regenzeit in Zentralvietnam konkret bedeutet

Meist kommt der Regen als kräftiger Schauer oder als tagelanger Nieselregen, nicht als Dauerunwetter von morgens bis abends. Tropische Stürme können allerdings mehrere Tage Starkregen bringen, und die tief gelegenen Gassen der Altstadt von Hoi An am Thu-Bon-Fluss können überflutet werden. Solche Hochwasser dauern in der Regel einige Stunden oder wenige Tage, nicht wochenlang. Bei rauer See fahren keine Boote zu den Cham-Inseln, und der Wolkenpass (Hai-Van-Pass) liegt oft im Nebel.

Sieben Anpassungen, die wir vornehmen

1. Die richtige Hotellage wählen

In Hoi An buchen wir in den nassen Monaten bevorzugt Hotels etwas abseits des Flussufers oder auf der Strandseite. Die Altstadt erreichen Sie trotzdem zu Fuß oder mit dem Fahrrad, aber Ihr Zimmer und Ihr Gepäck bleiben trocken, falls der Fluss steigt.

2. Einen Puffertag einplanen

Im Oktober und November vermeiden wir in Zentralvietnam knappe Anschlüsse. Ein freier Tag in Hoi An oder Hue gibt uns Spielraum, eine Bootsfahrt oder einen Ausflug aufs Land auf den Tag mit der besten Vorhersage zu legen.

3. Für jeden Outdoor-Tag eine Alternative unter Dach

Zu jeder Aktivität im Freien haben wir einen Plan B: einen Kochkurs statt einer Radtour, das Museum für Cham-Skulpturen in Da Nang statt des Strandes, einen Laternen-Workshop statt einer Bootsfahrt. Ihr Reiseleiter tauscht die Reihenfolge vor Ort und am selben Tag.

4. Die Monumente von Hue am Vormittag besuchen

Die Kaiserstadt und die Königsgräber liegen weit auseinander und sind teilweise unter freiem Himmel. Da der Regen am Vormittag oft nachlässt, starten wir früh, fahren mit dem privaten Wagen von Ort zu Ort und halten den Nachmittag für überdachte Besichtigungen oder eine Pause frei.

5. Flexibel bleiben am Wolkenpass

Der Pass zwischen Hue und Da Nang ist an einem klaren Tag spektakulär, im dichten Nebel lohnt ein Halt aber kaum. An nassen Tagen nehmen wir stattdessen die Tunnelstraße und gewinnen Zeit für Hoi An. Ist Ihnen der Pass wichtig, halten wir beide Varianten bis zum Morgen der Fahrt offen.

6. Insel- und Bootsausflüge verschieben

Bei rauer See fahren keine Boote zu den Cham-Inseln, und das ist auch gut so. Wir buchen diese Ausflüge ausdrücklich wetterabhängig und ersetzen sie bei Bedarf durch ein Erlebnis auf dem Land oder auf dem Fluss.

7. Die Wettervorhersage für Sie im Blick behalten

Unser Operations-Team verfolgt in der Saison die offiziellen Wetterberichte und die Hinweise der örtlichen Behörden. Ist ein Sturm angekündigt, melden wir uns noch vor Ihrer Ankunft und passen die Reihenfolge der Reise an, zum Beispiel indem Sie zuerst länger im Norden oder im Süden bleiben.

Lohnt sich Zentralvietnam in dieser Jahreszeit?

Für die meisten Reisenden: ja. Hoi An ist ruhiger und grüner, die Monumente von Hue wirken im Dunst besonders stimmungsvoll, und manche Hotels sind günstiger als in den Hauptmonaten. Wer aber nur wenige Tage hat und vor allem Strandzeit sucht, dem empfehlen wir meist den Süden, wo dann die Trockenzeit beginnt. Einen Überblick über alle Regionen finden Sie auf unserer Seite Reiseziel Vietnam; unser englischsprachiger Monat-für-Monat-Ratgeber deckt das ganze Jahr ab.

Was das für Reisende aus Deutschland bedeutet

Viele unserer Gäste aus dem deutschsprachigen Raum reisen in den Herbstferien, im November oder über Weihnachten und Silvester. Für diese Termine planen wir Zentralvietnam bewusst mit Luft: lieber eine Nacht mehr in Hoi An als ein eng getakteter Inlandsflug. Kombinieren lässt sich die Region gut mit dem trockeneren Süden, etwa mit dem Mekong-Delta oder einer Verlängerung nach Kambodscha, wie in unserer Route Vietnam und Kambodscha in 10 Tagen. Wer eine klassische Nord-Süd-Reise sucht, findet in unserer Vietnam-Rundreise in 14 Tagen eine gute Grundlage, die wir je nach Saison anpassen.

Zur Einreise: Deutsche Staatsangehörige können nach derzeitigem Stand bis zu 45 Tage ohne Visum nach Vietnam einreisen, für längere Aufenthalte gibt es ein E-Visum für bis zu 90 Tage. Bitte prüfen Sie die aktuellen Bestimmungen vor der Reise.

Praktische Tipps für unterwegs

  • Packen Sie eine leichte Regenjacke und schnell trocknende Schuhe oder Sandalen ein; Regenschirme bekommen Sie vor Ort überall.
  • Bewahren Sie Elektronik und Dokumente bei Tagesausflügen in einer wasserdichten Tasche auf.
  • Prüfen Sie, ob Ihre Reiseversicherung wetterbedingte Änderungen abdeckt.
  • Folgen Sie am jeweiligen Tag dem Rat Ihres Reiseleiters; er weiß, welche Straßen und Gassen betroffen sind.

Unsere Touren in der Region finden Sie auf den (englischsprachigen) Seiten Hoi-An-Touren und Hue-Touren.

Häufige Fragen

Wann ist Regenzeit in Hue und Hoi An?

Zentralvietnam bekommt den Großteil seines Regens etwa von September bis Dezember; die regenreichsten Wochen liegen meist im Oktober und November.

Wird Hoi An jedes Jahr überflutet?

Die tief gelegenen Straßen am Thu-Bon-Fluss können bei Starkregen in der Regenzeit unter Wasser stehen. Das dauert meist einige Stunden oder wenige Tage. Hotels abseits des Flussufers sind weniger betroffen.

Lohnt sich Hoi An im November?

Ja, mit flexibler Planung. Rechnen Sie mit Schauern und möglichen Änderungen, planen Sie einen Puffertag ein und halten Sie Alternativen wie einen Kochkurs bereit.

Kann man den Wolkenpass in der Regenzeit überqueren?

Ja, doch Nebel kann die Aussicht verdecken. An nassen Tagen nehmen wir oft die Tunnelstraße und halten den Pass als Option offen, falls es aufklart.

Wo ist das Wetter in Vietnam im November und Dezember besser?

Im Süden, also in Ho-Chi-Minh-Stadt, im Mekong-Delta und auf Phu Quoc, beginnt dann die Trockenzeit. Mehr zu den Regionen finden Sie auf unserer Seite Reiseziel Vietnam.

Sie planen Hue und Hoi An für den Herbst oder Winter? Schreiben Sie uns Ihre Reisedaten, und wir bauen die Route wetterfest für Sie. Metta Voyage ist ein lizenzierter internationaler Reiseveranstalter (Lizenz-Nr. 01-1167/2023/CDLQGVN-GP LHQT) mit Sitz in Hanoi. Fordern Sie ein kostenloses Angebot an.

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